Zum Auftakt der Demokratiewoche am KKSt machte sich der MNK-Europakurs vergangenen Sonntag auf den Weg ins Herz Europas: nach Straßburg. Kernstück der kleinen Exkursion: ein Crashkurs in europäischer Gesetzgebung. In einem Rollenspiel ging es darum, das Verfahren für die Aushandlung der Rechtsvorschriften der Europäischen Union kennenzulernen. Dazu schlüpften die SchülerInnen in die Rollen von Abgeordneten und wurden als Mitglieder des Europäischen Parlaments in fiktive Fraktionen und zwei Ausschüsse aufgeteilt. Dort mussten sie sich mit komplexen Problemen auseinandersetzen und zwei künftige Verordnungen miteinander aushandeln: die Richtlinie zur Online-Beteiligung und die Richtlinie über klimafreundliche Lebensmittel. Durch das Rollenspiel wurde deutlich, wie die Rechtsvorschriften der EU entstehen, angefangen von Konsultationen mit Interessengruppen und der Bildung von Bündnissen bis hin zu Diskussionen in Fraktionen und Ausschüssen, dem Aushandeln von Kompromissen sowie Verhandlungen mit anderen EU-Organen.
Im Anschluss an das Rollenspiel konnten sich die SchülerInnen bei einer Führung näher mit dem Parlament vertraut machen, den Sitzungssaal besuchen und mehr über die Arbeit der Menschen vor Ort erfahren. Wie arbeitet z.B. ein Simultanübersetzer? Wie oft tagt das Parlament? Und wie oft müssen die Abgeordneten zwischen Straßburg und Brüssel hin- und herreisen?
Vor dem Besuch des Europaparlaments blieb noch Zeit, Straßburg zu erkunden. Bei einem sonntäglichen Spaziergang durch die historische Altstadt, das ehemalige Gerberviertel Pétit France mit seinen malerischen Fachwerkhäusern und dem berühmten Münster konnten die SchülerInnen die besondere Atmosphäre der elsässischen Metropole erleben. Das WM-Finale beschloss den Anreisetag, sodass wir unterm Strich festhalten können: Es waren zwei ereignisreiche Tage.




