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Entdecken, Erleben, Entscheiden

Was will ich einmal werden? Diese Frage treibt SchülerInnen spätestens in der Oberstufe um. Das KKSt setzt früher an.

Die Frage, wie es nach der Schule weitergeht, stellt sich nicht erst kurz vor dem Schulabschluss. Deshalb findet an unserer Schule jedes Jahr Ende Januar der Berufsorientierungstag (BO-Tag) für alle Klassen von Jahrgangsstufe 5 bis 12 statt. An diesem Tag geht es darum, die eigene Zukunft Schritt für Schritt zu entdecken – altersgerecht, praxisnah und mit viel Raum zum Staunen, Ausprobieren und Nachdenken.

Den Anfang machen unsere jüngsten SchülerInnen. Unter dem Motto „Ich und meine berufliche Zukunft“ setzen sich die Fünftklässler spielerisch mit ihren Interessen, Stärken und ersten Berufsvorstellungen auseinander. Ziel ist es, Neugier zu wecken und zu zeigen: Jeder Mensch hat Talente – und viele Möglichkeiten.

Für die sechsten Klassen ging es hinter die Kulissen von Oper und Schauspiel. Dort erlebten sie hautnah, welche Berufe notwendig sind, um eine Aufführung möglich zu machen – von Bühnentechnik und Kulissenbau über Kostüm und Maske bis hin zur Organisation. Dabei wird deutlich: Theater bietet weit mehr Berufsbilder, als man auf den ersten Blick sieht.

In Klasse 7 stand das Thema Naturwissenschaft und Forschung im Mittelpunkt. Beim Angebot KIT Physik erleben die SchülerInnen physikalische Phänomene praxisnah und entdecken, wie spannend Berufe im MINT-Bereich sein können. Forschen, experimentieren und selbst ausprobieren stehen dabei im Vordergrund.

Die achten Klassen beschäftigen sich mit Berufen, die nah am Menschen sind. Unter dem Titel „Mitten im Leben“ lernen sie verschiedene soziale Berufe kennen – etwa in Pflege, Erziehung oder Beratung. Dabei geht es nicht nur um Berufsbilder, sondern auch um Verantwortung, Empathie und gesellschaftliche Bedeutung.

Die neunten Klassen bot der BO-Tag die Gelegenheit, AusbildungsbotschafterInnen der IHK zu treffen. Das sind etwas gleichaltrige Jugendliche, die sich derzeit in einer Ausbildung befinden und den SchülerInnen einen Eindruck von ihrer Arbeit und ihren Aufgaben geben. Dieser Einblick in das wirkliche Arbeitsleben baut bei SchülerInnen Unsicherheiten ab und zeigt ihnen eine berufliche Perspektive auf.

Das Herzstück des diesjährigen BO-Programms waren „Die Mutmacher“, die vier Stunden mit den zehnten Klassen gearbeitet haben. Diese engagierten Coaches, die Berufsorientierung als einen Prozess sehen, der nicht nur den Beruf, sondern auch die Persönlichkeit in den Mittelpunkt stellt, begleiten Jugendliche dabei, ihre Stärken zu entdecken, Ziele zu entwickeln und mutige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Dabei arbeiten sie mit einem modernen, schülergerechten Ansatz, bei dem positive Erfahrungen, Selbstreflexion und Motivation im Vordergrund stehen. Hier ging es Freitag also nicht nur um Fakten, sondern vor allem darum, den Jugendlichen Mut für ihre eigenen Entscheidungen zu geben.

Für die Kursstufe hatten wir StudienbotschafterInnen eingeladen, also StudentInnen, die unsere OberstufenschülerInnen über alles Wissenswerte rund ums Studium, darunter die Hochschullandschaft, Bewerbung, Zulassung und Studienfinanzierung aufklärten. Die Bundesagentur für Arbeit war gleich mit mehreren PsychologInnen angerückt, um individuell zugeschnittene, studienfeldbezogene Beratungstests mit den SchülerInnen durchzuführen. Daneben hielten gleich mehrere Dozenten der Unis Stuttgart und Reutlingen sowie der FU Berlin und der Hochschule der Medien Vorträge und beantworteten Fragen; mit der Motherson Innovations war zudem ein attraktiver Arbeitgeber aus der Automobilbranche vor Ort. 

Die immense Vorbereitung dieses Tages haben wir Frau Schich zu verdanken, die dafür sorgt, dass jeder Referent und jede Dozentin zur richtigen Zeit am richtigen Ort steht. Umso größer ist die Freude, wenn der BO-Tag dann auch bei den SchülerInnen gut ankommt.