Das KKST wurde schon im Februar angesprochen, ob wir nicht mithelfen möchten die First-Tech-Challenge in Portugal bekannt zu machen. Nach diversen Meetings und Terminabsprachen und -Verschiebungen hat man sich letztendlich auf den 18. Juli geeinigt.
MItte Juni kam dann die Nachricht aus Lissabon, dass sich zu wenige Teams angemeldet hätten und deshalb die Überlegung im Raum stand, die Veranstaltung abzusagen. Deshalb wruden dann noch zwei weitere KKST-Teams nachgemeldet. In der Zwischenzeit hat sich dann aber herausgestellt, dass die Online-Anmeldeseite nicht richtig funktionierte und deshalb einige Anmeldungen nicht registriert wurden.
Am 16.07. sind wir dann vom Stuttgarter Flughafen aus nach Lissabon losgeflogen, nachdem wir unsere drei schweren Roboterkisten glücklich abgeben konnten.
Das Team ILF war gemeinsam mit Herrn Fick unterwegs und hatte eine Unterkunft ganz in der Nähe des Strandes bei Lago di Albufeira gefunden. Garfield und Team KKST waren direkt in der Stadt untergebracht und konnten dadurch problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein. Nachdem alle ihre Sachen ausgepackt hatten, blieb noch genügend Zeit für Team ILF, den Strand zu besuchen. Am Abend bereiteten die Teams zusammen ein Abendessen vor. Die Teams mit Frau Skenderi konnten sogar gemeinsam grillen.
Am Freitag stand dann der Besuch des Colegio Atlantico in Arrentela, einer privaten portugiesischen Schule auf dem Stundenplan. Trotz Ferien gab es viele verschiedene Angebote für die Schüler, die in den Ferien zu Hause geblieben sind. Wir bekamen eine Schulhausführung. Bemerkenswert ist, dass es in der ganzen Schule viele Rutschen gibt, auf den die Schülerinnen und Schüler z.B. auch aus dem zweiten Stock runter in den Schulhof rutschen können. Das Motto der Schule: Die Kinder sollen sich wohl fühlen.
Da das portugiesische Team “Heroes of the Sea” noch am Anfang seiner FTC-Erfahrung stand (haben vor zwei Wochen angefangen den Roboter zu bauen), konnten die deutschen Teams viele Tipps geben, Fragen beantworten und bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb helfen.Dabei entstand ein reger Austausch zwischen den Teams und es wurde nicht nur gemeinsam an Robotik gearbeitet, sondern auch viel gelacht und eine schöne Zeit miteinander verbracht.
Angesichts der Hitze der vergangenen Tage bei uns in Stuttgart war es sehr wohltuend, dass der FTC-Raum von “Heroes of the Sea” (der nur wenig besser aufgeräumt war als unserer) klimatisiert war, wie übrigens alle Klassenzimmer der Schule. Wir durften die große Sporthalle, den schönen Außenbereich und auch die Kletterwand besichtigen.
Als Feriengäste bakamen wir an der Schule auch in der Mensa was zu Essen. Nach Gesprächen mit dem Schulleiter und diversen Lehrern und einem Abschlussfoto sind wir nachmittags zum Tagus-Park gefahren, um dort die Pits aufzubauen für den Wettbewerb am Samstag. Für KKST und Garfield war die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas abenteuerlich, umständlich und langwierig.
Die Toiletten im Tagus-Park waren ein gewaltiger Unterschied zu unseren Schultoiletten.
Anschließend ging es in die Innenstadt von Lissabon. Die Teams erkundeten die historische Altstadt, entdeckten verschiedene Stadtteile und konnten die besondere Atmosphäre der portugiesischen Hauptstadt erleben. Der Abschluss für ILF war ein portugiesisches Abendessen in einem kleinen Fisch-Restaurant
Am Samstag, dem Wettbewerbstag, wurde es dann ernst. Die drei KKST-Teams traten gegen Teams aus verschiedenen Ländern an. Mit den zwei Team aus Oberkochen waren insgesamt 12 Teams am Start. Dabei ging es nicht nur darum, möglichst erfolgreich zu sein, sondern auch darum, andere Teams kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Zudem wurden den anwesenden Eltern/Schülern/Lehrern/Sponsoren die First-Tech-Challenge erklärt und was eine Teilnahme darn für die Schülerinnen und Schüler einen Mehrwert bringt.
Während des Wettkampfs konnten die Teams viele neue Freundschaften schließen und sich mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus unterschiedlichen Ländern über ihre Roboter, Strategien und Erfahrungen austauschen.
Am Ende des Tages konnten die deutschen Teams auf einen erfolgreichen Wettbewerb zurückblicken. Besonders erfreulich war, dass die Teams jeweils mit einem Award nach Hause gehen konnten.
Am Sonntag erkundete das Team ILF gemeinsam mit Herrn Fick noch weitere Seiten Lissabons. Dabei besuchten sie unter anderem das Kutschenmuseum und entdeckten verschiedene spannende Stadtteile der Stadt. Morgens durften wir noch die Militärparade erleben und den Markt der lokalen Kunsthandwerker besuchen. Karten für das Mosteiro Jeronimo konnten weder ILF noch KKST und Garfield mehr erwerben.
Am Nachmittag trafen sich schließlich alle drei KKST-Teams wieder. Gemeinsam verbrachten sie einen sonnigen Tag am Strand und konnten die letzten Stunden in Lissabon noch einmal richtig genießen.
Besuch des berühmtesten Friedhofs Lissabon: Am 19. Juli 2026 besuchten die Teams Garfield und KKST in Begleitung von Frau Skenderi auf einer aufregenden FTC Fahrt den Friedhof „Cemitério dos Prazeres“, welcher 1833 eröffnet wurde aufgrund der Cholera-Epidemie gebaut wurde. Ziel des Ausflugs war, einen Einblick in die Geschichte und Kunst von Lissabon zu bekommen.
Mittags kam die Gruppe am Friedhof an, wo man zuallererst durch die großen Metall Tore hineingehen musste. Das erste, was auffiel, ist die große Kapelle des Friedhofs „Capela dos Prazeres", diese Kapelle wird für Trauerfeier und Gedenkgottesdienste genutzt. Zunächst begab sich die Gruppe ins Innere des Friedhofs. Dort konnte man viele kunstvoll gestaltete Gräber sehen, darunter Mausoleen und Familiengräber, die wie kleine Häuser aussehen. Viele der Grabstätten sind mit Skulpturen, Säulen und Buntglas-Fenstern verziert. Viele der Grabhäuser sind aus Marmor. Man erhielt einen Einblick in die Architektur Portugals. Außerdem sind dort viele berühmte und wohlhabende portugiesische Politiker, Künstler,Schriftsteller und andere Persönlichkeiten begraben, was die Grabhäuser aus Marmor und die Verzierungen erklärt. Anschließend durfte die Gruppe einen schönen Ausblick auf „Tejo", den längsten Fluss der iberischen Halbinsel und auf den „Ponte 25 de Abril“ der roten Hängebrücke, die Lissabon mit der Stadt Almada verbindet, genießen.
Mit diesem Besuch kam in der Gruppe die kritische Frage auf, ob man Friedhöfe wie jede andere Sehenswürdigkeit behandeln sollte. Am Ende des Ausfluges stellte die Gruppe fest, dass man auf diese kritische Frage entgegnen könnte, dass man sehen kann, inwiefern die Gestaltung der Friedhöfe kulturelle Unterschiede erkennen lässt. Der Ausflug hinterließ also bei allen Gruppenmitgliedern nicht nur einen unvergesslichen Eindruck und einen tieferen Einblick in die Geschichte und Kunst von Portugal. Sondern auch eine Anregung ans kritische Denken, wodurch die Gruppe andere Sichtweisen kennenlernen konnte.
Am Montag 20. August machten sich die Teams schließlich auf den Rückweg nach Deutschland. Hinter ihnen lagen vier abwechslungsreiche Tage voller Robotik, Teamwork, neuer Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse.
Die Teilnahme am ersten FTC-Wettkampf in Portugal war für alle drei Teams eine besondere Erfahrung. Sie konnten nicht nur ihre eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln, sondern auch viele Menschen aus verschiedenen Ländern kennenlernen, neue Freundschaften schließen und zahlreiche neue Eindrücke sammeln.



















