Deutschland sterben jährlich etwa 65.000 Menschen am plötzlichen Herztod - diese Zahl hat die Deutsche Herzstiftung erhoben. Der plötzliche Herztod kann überall auftreten und jeden treffen - klassische Risikogruppen gibt es nicht. Betroffene sterben oft vor allem deshalb, weil ihnen nicht rechtzeitig geholfen wird, bevor Notarzt oder Rettungsdienst vor Ort sind.
Je früher mit der Reanimation begonnen wird, desto höher sind die Überlebenschancen. Das beherzte Eingreifen von Laien ist also absolut entscheidend. Deswegen ist es ein klarer Vorteil, wenn möglichst viele Menschen in Wiederbelebungsmaßnahmen ausgebildet werden – auch Jugendliche.
Hier setzt das Projekt „Herzsicher in der Schule“ an, eine Initiative der Björn Steiger Stiftung, die SchülerInnen ab der 7. Klasse Kompetenzen vermittelt und Ängste abbaut, damit sie später mutig und sicher Menschen im Notfall helfen und Wiederbelebungsmaßnahmen – auch unter Anwendung eines Automatisierten Externen Debrillators (AED) – durchführen können.
Auch das KKSt will seine SchülerInnen fit für die Lebensrettung machen. Deshalb hat die Björn Steiger Stiftung bereits eine Handvoll unserer Lehrkräfte als Multiplikatoren ausgebildet und die Schule mit 12 Reanimationspuppen sowie einem AED-Trainingsgerät und einem Sanitätsrucksack für den Schulsanitätsdienst ausgestattet. Seit kurzem hängt außerdem ein voll einsatzfähiges AED-Gerät direkt neben dem Lehrerzimmer.
Der Defibrillator ist in einem Wandkasten untergebracht, der mit einem akustischen Alarm gesichert ist. Sobald dieser Kasten geöffnet wird, ertönt eine Sirene, ähnlich einer Autoalarmanlage. Dieser Alarm dient ausschließlich der Information, sodass z.B. im Notfall anwesende Erwachsene alarmiert sind und schnell Unterstützung leisten können oder eine unsachgemäße Anwendung verhindert wird.
Ab dem kommenden Schuljahr sollen im Zuge des Wiederaufbaus unseres Schulsanitätsdienstes alle SchülerInnen in der Laienreanimation geschult werden.

